Venom F5 - Echte PS-Zahl & was sie bedeutet

Gelber Hennessey Venom F5 PS rast auf der Straße.

Geschrieben von

Georgios Hiller

Veröffentlicht am

2. Mai 2026

Inhaltsverzeichnis

Der Hennessey Venom F5 ist kein Supersportwagen, den man über eine einzelne Zahl erschöpft beschreibt. Wer seine Leistung verstehen will, muss die Werksangabe, die Umrechnung in PS, das enorme Drehmoment und die Frage kennen, warum manche Quellen von deutlich stärkeren Sonderversionen sprechen. Genau darum geht es hier: um die echte Leistungszahl des F5, ihre technische Basis und darum, was diese Werte auf Straße und Rennstrecke tatsächlich bedeuten.

Die wichtigsten Fakten zum Venom F5 auf einen Blick

  • Die Serienleistung liegt bei 1.817 hp, das sind rund 1.842 PS oder etwa 1.355 kW.
  • Das maximale Drehmoment beträgt 1.617 Nm bei 5.000 U/min.
  • Der Hersteller nennt für den Sprint von 0 auf 124 mph, also ungefähr 200 km/h, 4,7 Sekunden.
  • Der F5 ist nicht nur stark, sondern auch sehr leicht gebaut: Das trockene Gewicht liegt bei 1.360 kg.
  • Wenn irgendwo von 2.031 hp die Rede ist, geht es meist um Sonderversionen wie die F5 Evolution und nicht um die reguläre Serienangabe.

Wie viel Leistung der Venom F5 tatsächlich hat

Die klare Antwort lautet: Der reguläre Venom F5 bringt 1.817 hp bei 8.000 U/min auf die Straße. In deutsche Maßstäbe übersetzt sind das rund 1.842 PS oder ungefähr 1.355 kW. Für mich ist diese Umrechnung wichtig, weil sie den Blick auf die reine Marketingzahl nimmt und den Wagen in eine Sprache übersetzt, die hierzulande sofort verständlich ist.

Kennzahl Wert Warum das zählt
Maximale Leistung 1.817 hp / rund 1.842 PS Das ist die Serienangabe, an der sich die meisten Vergleiche orientieren.
Maximales Drehmoment 1.617 Nm Der Schub kommt nicht nur oben heraus, sondern sehr früh und sehr hart.
Maximale Drehzahl 8.200 U/min, im F5-Modus 8.500 U/min Der Motor bleibt auch bei extremer Last hoch drehend und scharf.
Leistungsgewicht 1.298 hp pro Tonne Genau hier wird sichtbar, warum der F5 so brutal beschleunigt.

Der Motor dahinter ist ein 6,6-Liter-V8 mit zwei Turboladern, intern als Fury bezeichnet. Die Kombination aus großem Hubraum, Aufladung und sehr konsequentem Leichtbau macht den F5 so extrem. Die Zahl allein ist beeindruckend, aber erst das Verhältnis von Leistung, Gewicht und Drehmoment erklärt, warum dieses Auto nicht einfach nur stark ist, sondern kompromisslos wirkt. Und genau daraus ergibt sich die nächste Frage: Was bedeuten diese Werte im echten Fahrbetrieb?

Was die Leistung im Fahrbetrieb bedeutet

Auf dem Papier sind 1.842 PS spektakulär, auf der Straße werden sie aber erst durch Beschleunigung und Fahrstabilität wirklich greifbar. Hennessey nennt für den Sprint von 0 auf 124 mph, also ungefähr 200 km/h, 4,7 Sekunden. Das ist eine Zeit, die im Alltag fast absurd wirkt, weil sie zeigt, wie schnell ein Auto aus dem Stand in einen Bereich kommt, in dem normale Sportwagen längst nur noch Zuschauer sind.

Die offizielle Zielmarke von über 300 mph entspricht mehr als 483 km/h. Ich formuliere das bewusst als Zielmarke, weil solche Werte bei einem Extremfahrzeug immer auch vom Setup, von den Bedingungen und von der Freigabe auf einer passenden Strecke abhängen. Im öffentlichen Straßenverkehr ist diese Leistung sowieso kaum sinnvoll abrufbar. Was man dort eher spürt, ist die unmittelbare Gasannahme, der heftige Druck aus mittleren Drehzahlen und die Tatsache, dass der F5 schon bei halber Provokation sehr ernst wird.

  • Unterhalb hoher Geschwindigkeiten ist nicht die Leistung das Problem, sondern die Traktion.
  • Bei solchen Werten entscheidet die Reifenhaftung oft mehr als die reine Motorleistung.
  • Auf der Autobahn ist der F5 eher ein Demonstrator für Machbarkeit als ein Auto für häufiges Vollgas.
  • Der Fahrer muss damit rechnen, dass die Elektronik mehr Arbeit leistet als in einem typischen Supersportwagen.

Damit ist die Leistung noch nicht vollständig erklärt, denn erst die technische Umsetzung macht aus der Zahl ein fahrbares Auto. Genau dort wird der F5 interessant.

Wie Hennessey die Kraft auf die Straße bringt

Beim Venom F5 ist die Motorleistung nur die halbe Geschichte. Entscheidend ist, dass Hennessey das Auto als System gebaut hat: Motor, Getriebe, Monocoque, Aerodynamik, Reifen und Fahrmodi greifen eng ineinander. Das ist der Punkt, an dem viele Leser unterschätzen, wie viel Ingenieursarbeit hinter einem Hypercar steckt.

Bauteil Lösung beim F5 Praktischer Effekt
Chassis Carbon-Monocoque Hohe Steifigkeit bei sehr niedrigem Gewicht
Getriebe Semi-automatisch mit Einzellkupplung Direkte, harte Gangwechsel statt Komfortfokus
Reifen Michelin Pilot Sport Cup 2 Mehr Grip bei sehr hoher Belastung
Bremsen Carbon-Keramik mit 390 mm Durchmesser Starkes Verzögern auch nach wiederholten Vollbremsungen
Fahrmodi Sport, Wet, Drag, Track, F5 Die Leistung wird je nach Situation deutlich anders verteilt

Besonders wichtig finde ich die Kombination aus Trockensumpfschmierung und der starken Leistungsdichte. Trockensumpfschmierung bedeutet, dass das Öl nicht wie bei einem normalen Motor einfach in einer tiefen Ölwanne gesammelt wird, sondern über ein separates System stabil gehalten wird. Das hilft bei hoher Quer- und Längsbeschleunigung, damit der Motor auch unter extremer Belastung sauber versorgt bleibt. Der angegebene Luftwiderstandsbeiwert von 0,39 klingt auf den ersten Blick nicht nach Rekordwert, zeigt aber, dass der F5 eher auf Stabilität und reale Hochgeschwindigkeit als auf reine Show-Aerodynamik ausgelegt ist. Und genau hier entsteht die nächste Unterscheidung: Nicht jede Zahl, die man zum F5 liest, meint dieselbe Version.

Warum manche Quellen von 2.031 hp sprechen

Die Verwirrung entsteht, weil Hennessey später auch deutlich stärkere Sonderversionen gezeigt hat. Neben dem regulären F5 mit 1.817 hp tauchen immer wieder Modelle mit 2.031 hp auf, etwa die F5 Evolution oder einzelne 1-of-1-Ausführungen. Das ist nicht falsch, aber es ist auch nicht die Serienangabe des normalen F5.

Version Leistung Einordnung
Venom F5 1.817 hp / rund 1.842 PS Die Standardangabe, die für die Modellfamilie steht
F5 Evolution und ähnliche Sonderbauten 2.031 hp / rund 2.059 PS Deutlich stärkere Spezialversionen mit eigenem Charakter

Wer also irgendwo die Zahl 2.031 sieht, sollte sofort fragen: Welche F5-Version ist gemeint? Genau dieser Punkt ist in der Praxis entscheidend, weil Hypercar-Daten ohne Kontext schnell aufgeblasen wirken. Ich würde solche Angaben immer mit Motorisierung, Karosserieversion und Sonderausstattung zusammen lesen. Erst dann wird aus einer eindrucksvollen Zahl eine saubere Information. Damit ist auch der Blick auf den Supersportwagen-Kontext sinnvoll.

Wie ich den Venom F5 im Kreis der Supersportwagen einordne

Der Venom F5 ist kein Auto, das in erster Linie auf Alltagstauglichkeit oder maximale Vielseitigkeit gebaut wurde. Er gehört klar in die Kategorie der kompromisslosen Hypercars, also in den Bereich, in dem Leistung, Gewicht und Exklusivität wichtiger sind als Beinfreiheit oder sanfte Kraftentfaltung. Genau das macht ihn für Enthusiasten so interessant.

Kriterium Venom F5 Typischer Supersportwagen
Leistung Extrem hoch, rund 1.842 PS Meist deutlich darunter
Antrieb Heckantrieb Oft Allrad oder komfortorientierter abgestimmt
Charakter Kompromisslos, direkt, sehr rau Häufig ausgewogener und alltagstauglicher
Einsatz Sammlerauto, Track Days, Rekordjagd Breiteres Nutzungsspektrum

Genau darin liegt auch die Stärke des F5: Er versucht nicht, alles zu sein. Er will vor allem eines sein, und zwar außergewöhnlich schnell. Wer einen Supersportwagen sucht, der sich jeden Tag entspannt fahren lässt, wird mit einem anderen Konzept glücklicher. Wer aber verstehen will, wie weit sich Verbrennungsmotor, Leichtbau und Fahrdynamik heute treiben lassen, bekommt hier ein sehr klares Statement. Der letzte Blick sollte deshalb nicht nur auf die PS-Zahl gehen, sondern auf die Art, wie man solche Extremwerte richtig liest.

Worauf ich bei solchen Extremwerten zuerst achte

Wenn ich den Venom F5 bewerte, schaue ich nie nur auf die höchste Zahl im Prospekt. Ich prüfe immer vier Dinge: Leistung, Gewicht, Traktion und Version. Genau diese Kombination verhindert, dass man sich von einer beeindruckenden Überschrift blenden lässt. Eine hohe PS-Zahl ist stark, aber erst die technische Umgebung entscheidet, ob das Auto auch glaubwürdig und beherrschbar bleibt.

  • PS und hp nicht verwechseln: Hennessey nennt hp, in Deutschland ist PS die geläufige Vergleichszahl.
  • Serienmodell und Sonderversion trennen: 1.817 hp sind nicht dasselbe wie 2.031 hp.
  • Gewicht immer mitdenken: Ohne Leichtbau wäre die Leistung viel weniger beeindruckend.
  • Reifen und Fahrwerk ernst nehmen: Bei Hypercars entscheiden sie über Nutzbarkeit, nicht nur die Motorzahl.
  • Den Einsatzzweck klären: Straße, Track oder Sammlergarage sind drei sehr verschiedene Geschichten.

Für mich ist das die saubere Einordnung: Der Venom F5 ist nicht einfach nur ein Auto mit sehr vielen PS, sondern ein extrem konsequent gebauter Supersportwagen mit klarer Rekordabsicht. Wer die Zahl in PS richtig versteht, sieht dahinter vor allem Ingenieurskunst, nicht bloß Lautstärke. Genau deshalb bleibt der F5 auch 2026 einer der markantesten Namen im Hypercar-Segment.

Häufig gestellte Fragen

Der reguläre Hennessey Venom F5 leistet 1.817 hp, was umgerechnet etwa 1.842 PS entspricht. Diese Zahl bezieht sich auf die Serienversion des Hypercars.

Die Angabe von 2.031 hp bezieht sich meist auf spezielle Sonderversionen wie den F5 Evolution oder einzelne 1-of-1-Ausführungen, nicht auf die Standard-Serienleistung des Venom F5.

Die enorme Leistung ermöglicht eine Beschleunigung von 0 auf 200 km/h in nur 4,7 Sekunden. Im Fahrbetrieb ist die Traktion und die Reifenhaftung entscheidend, um diese Kraft kontrolliert auf die Straße zu bringen.

Durch ein Carbon-Monocoque, ein semi-automatisches Getriebe, spezielle Michelin-Reifen und Carbon-Keramik-Bremsen wird die Leistung des 6,6-Liter-V8-Biturbo-Motors effizient und kontrollierbar umgesetzt.

Nein, der Venom F5 ist als kompromissloses Hypercar konzipiert. Er ist primär für Sammler, Track Days und Rekordjagden gedacht, nicht für den täglichen Gebrauch oder Komfort.

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Georgios Hiller

Georgios Hiller

Nazywam się Georgios Hiller i od 10 lat zajmuję się luksusowymi samochodami. Moja pasja do motoryzacji zaczęła się już w dzieciństwie, kiedy to zafascynowany dźwiękiem silników i eleganckim designem aut, postanowiłem zgłębić ten temat. W swoich tekstach staram się nie tylko testować najnowsze modele, ale także dzielić się wiedzą na temat ich pielęgnacji i stylu życia, który im towarzyszy. Uważam, że zrozumienie detali, które wpływają na wydajność i wygląd luksusowych samochodów, jest kluczowe dla każdego miłośnika motoryzacji. Chcę, aby moje artykuły inspirowały czytelników do odkrywania świata luksusowych aut oraz pomagały im podejmować świadome decyzje przy wyborze swojego wymarzonego pojazdu.

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